Schön, dass du da bist!
Es ist Zeit zu dir zu finden, ins Fühlen zu kommen & deinem Herzen zu folgen.

Was bedeutet Meditation eigentlich?

Meditation ist das zur Ruhe bringen der Gedanken. Es ist also völlig egal wie lange du ruhig sitzen kannst, wie perfekt die Welt um dich herum scheint & wie gut deine Haltung ist. Wenn du nicht in der Lage bist deine Gedanken zu beobachten und deine Gedankenschleifen weiter spinnst wie zuvor, dann hat das exakt nichts mit Meditation zu tun. Wenn du also 20 Minuten meditieren möchtest und in dieser Zeit darüber nachdenkst wieso der Streit mit deinem Arbeitskollegen gestern so eskalieren musste, dann klingelt nach 20 Minuten dein Wecker und du hast nichts anderes gemacht als das was du sowieso den ganzen Tag machst: Gedanken gedacht – über Vergangenheit oder Zukunft. Im Hier und Jetzt warst du allerdings nicht, obwohl es um nichts anderes als das im ganzheitlichen Yoga geht. 

Beim Meditieren (bei den Anfängern und bei 95% der Menschen) geht es auch nicht darum nichts zu denken. Die erste und häufigste Stufe bei fast allen Meditierenden ist die Konzentrationsstufe. Sie wird in Sanskrit Dharana genannt. Wenn du dich in diesem Stadium befindest soll das nicht bedeuten, dass du nichts denkst. Ein Mythos den ich ganz lange Zeit zu Beginn für wahr gehalten habe. Es geht vielmehr darum, dass du deine Gedanken zu einem einpünktigen Gedankenstrahl machst und deine Aufmerksamkeit nur einer einzigen Sache widmest. Ich gebe dir ein Beispiel: Du konzentrierst dich darauf wie du einatmest, wie die Luft deine Nase berührt und in deinen Körper fließt. Dann atmest du aus und hörst dem Luftstrom zu. Dann beginnst du von vorne. Sobald Gedanken aufkommen geht es darum sie aktiv wahrzunehmen. Du kannst das ganz liebevoll tun indem du den Gedanken "willkommen" heißt und ihm sagst, dass es schön ist dass er da ist. Versuche den Gedanken nicht zu bewerten. Bringe deine Aufmerksamkeit bewusst zurück zu deinem Atem. Somit lernst du deine Konzentration zu stärken. Dann bist du im Moment, im viel gesagten Hier und Jetzt. Und darum geht es.

Selbstverständlich gibt es auch eine weitere Stufe. Das sogenannte Dhyana bezeichnet in der indischen Yoga - Philosophie die höheren Bewusstseinszustände der Meditation. Wenn du keinerlei Gedanken mehr hast (und vor allem auch keine mehr in deine Wahrnehmung kommen), dann versinkst du völlig in den Zustand der tiefen Meditation. Es fühlt sich an wie ein Flow für den keinerlei Anstregung mehr notwendig ist. Die dritte und letzte Stufe des absoluten Überbewusstseins nennt sich dann Samadhi.

Ich möchte dir ein paar Unterstützungen bieten wie es dir leichter fällt in den Zustand der Konzentration zu kommen um deine Gedanken zu beruhigen. Du wirst sehen, dass es nicht nur in diesem Moment ein wunderbares ruhiges Gefühl ist, sondern sich nachhaltig in deinen Alltag integriert: 

  • Mantra/ Vers den du immer und immer wiederholst (zum Beispiel in Sanskrit: om namo narayanaya / om namo narayanaya/ ... oder auch etwas das dir selbst gefällt wie "Ich bin Liebe/ Ich bin gut so wie ich bin/...")
  • Von 1 nach oben zählen und dir jede einzelne Zahl bildlich vor deinem inneren Auge vorstellen; schweifst du ab dann fange wieder von vorne an 
  • Konzentration auf etwas in deinem Umfeld (Vogelgezwitscher oder auch volles Hineinfühlen in einen Song, Windgeräusche, insgesamt Geräusche in der Natur...)
  • Konzentration auf Körperteile (nimm ganz bewusst wahr wie du auf dem Boden sitzt, wie sich deine Hände anfühlen,...)

Und was mir zum Schluss besonders am Herzen liegt: Mach dich nicht verrückt, wenn es gerade in stressigen Phasen länger dauert bis deine Gedanken zur Ruhe kommen. Die eigene Stimme im Kopf kann sehr laut sein wenn es darum geht unseren Verstand aktiv zu halten. Und auch wenn es Tage gibt, an denen es überhaupt nicht funktioniert, dann nimm dies hin und sei dir bewusst: du bist ein Mensch, keine Maschine.